FDP Wiesbaden legt umfassendes Konzept zur Verkehrswende vor

Vollkommen überraschend legte die Wiesbadener FDP-Rathausfraktion ein umfassendes Verkehrskonzept vor. Fraktionsvorsitzender Christian Diers kündigte das 9,8-Seiten umfassende Papier in einer Grundsatzrede an: “In schwankender Stunde dass als richtig, notwendig und nützlich erkannte auch dann zu tun, wenn man genau weiß, dass es selbst bei manchen Freunden noch nicht populär ist, erfordert eine große Risikobereitschaft. Die Aufgabe des Politikers ist es aber nicht, das Populäre zu tun – sondern das Richtige und es populär zu machen”.

Der Stadtverordnete Alexander Winkelmann ergänzte diese Ausführungen weiter: Kerngedanke der liberalen Idee sei die Gleichberechtigung und individuelle Freiheit aller Menschen. “Individuelle Freiheit beginnt mit der freien Wahl der eigenen Mobilität. Um diese Entscheidung treffen zu können, benötigen die Bewohner der Stadt eine echt Wahlfreiheit zwischen gleichberechtigten Alternativen.” Die FDP werde daher die jahrzehntelang gelebte und im Stadtbild zementierte, strukturelle Diskriminierung aufbrechen, um so tatsächliche Wahlfreiheit in Sachen Mobilität zu schaffen. Es könne nicht sein, dass derart viel öffentlicher Raum so wenigen Menschen vorbehalten bleibe. “Die Freiheit der einen endet dort, wo sie die Freiheit der anderen unverhältnismäßig beeinträchtigt.”, so Winkelmann weiter.

Nächste Woche beantrage die FDP daher, drei Spuren des 1. Rings für den Autoverkehr zu sperren und so für jeden Einwohner nutzbar zu machen. “Wenn Freiheit nicht für alle gilt, so gilt sie für niemanden. Wir müssen uns lossagen von Klientelpolitik und endlich Politik für alle machen!” , beendeten beide kämpferisch ihre Vorstellung.

7 Gedanken zu „FDP Wiesbaden legt umfassendes Konzept zur Verkehrswende vor“

    1. hatte mich gerade so über den Artikel gefreut und schon die FDP Leute gegooglet und dann das „vielleicht nicht ganz ernst gemeint“ gesehen 🙁

  1. Ich rege an, dass Stadt Wiesbaden alle Häuser entlang der CB-Strecke (Biebrich, Biebricher Allee, Bahnhofstraße, Rheinstraße) enteignet und entfernen lässt. Dadurch erzielt Stadt Wiesbaden Platz für breite und attraktive Boullewarden, die sich mit Paris messen könnten. Dann kann auch niemand mehr meckern, dass durch die City-Bahn ein Verkehrskollaps (sprich CO2-Luftversmutzung) in Wiesbaden vorprogrammiert ist . Grins.

    Äh… heute ist nicht mehr 1.April ? … da man mit dem CB-Witz inzwischen alljährlich herumtobt … mein ernst gemeinter Votschlag…

    Katharina Tauc, BI-Busse statt City-Bahn!

    1. Die Zahl an Autos in Wiesbaden wächst jährlich – seit 2010 allein um mehr 13.000 (!) PKW – also im Schnitt um 1.700 PKW, jedes Jahr. Nur um diese zu parken, brauchen Sie jedes Jahr eine Fläche doppelt so groß wie die Reisingeranlagen zusätzlich (!). Der Verkehrskollaps kommt, aber nicht durch den Ausbau des ÖPNV und schon gar nicht durch ein Verkehrsmittel, das mit einem voll besetzten 60-Meter-Zug eine Autoschlange von Hauptbahnhof bis Ringkirche, Stoßstange an Stoßstange, ersetzt.

      Wenn Sie wirklich was gegen den drohenden Verkehrskollaps tun wollen, sollten Sie Ihre Prioritäten verändern und nicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit gegen den Ausbau von SPNV (sei es die CityBahn, die Stadtbahn oder die Aartalbahn) vorgehen und stattdessen konstruktive Vorschläge einbringen. Mit dem Reparieren von Schlaglöchern verhindern Sie den Verkehrskollaps jedenfalls nicht 😉 (/ml)

  2. Nehmt das Geld was für die City-bahn verbraten werden soll, kauft mehr Busse und macht den Busverkehr kostenlos. Jeder kann so oft und so lang er will mit dem Busfahren. Busfahren ist viel zu teuer.
    Der Autoverkehr, eventuelle Staus und die Immissionen in der Stadt würden massiv zurückgehen.

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