Bewerbung zum Autosphärenreservat

Die Landeshauptstadt Wiesbaden soll als „Autosphärenreservat“ unter Ensembleschutz gestellt werden. Der ADAC Hessen hat, unterstützt von Bürgerinitiativen und Verbänden wie dem VDA, beim Landesamt für Denkmalschutz einen entsprechenden Antrag eingereicht. Als Anschauungsobjekt autogerechter Urbanität, heißt es in der Begründung, komme der Stadt europaweite Bedeutung zu.

Ihr einzigartiges Verkehrsgefüge dürfe nicht durch nachträgliche verkehrspolitische Eingriffe, insbesondere nicht durch Einziehung von Schienentrassen, zerstört werden. Schließlich seien solche noch weitgehend unverändert erhaltenen Vorrangflächen für motorisierte individuelle Mobilität, angesichts einer dem Zeitgeist geschuldeten Verkehrswendewelle, bald eine schwindende Rarität und in ihrem Bestand bedroht. Somit gelte es hier ein einzigartiges Autotop aus einer prägenden Epoche der Nachkriegszeit vor einer unwiederbringlichen Umgestaltung zu bewahren.

Die Initiatoren fordern die Stadtverantwortlichen zugleich auf, den unter Bestandsschutz zu stellenden „Freiluftpark für freie Fahrt“ als Ausflugsziel für Reisegruppen und Studienobjekt für nachwachsende Generationen, bei der man bisweilen keine Vorstellung mehr von PKW-freundlicher Mobilität voraussetzen könne, aktiv zu bewerben. In diesem Ziel, heißt es in dem Antrag, könne man auf Unterstützung liberaler Stadtpolitiker ebenso zählen wie auf, einzelne überzeugte, so wörtlich: „Widerstandskämpfer“ für den Erhalt des überlieferten Straßenbildes.

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